Tumorforschung in der Kinder- und Jugendmedizin
Krebs ist eine Erkrankung, die auch im Kindesalter auftreten kann und sich oft von den Krebserkrankungen Erwachsener unterscheidet. Die häufigsten Krebserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen sind Leukämien und Lymphome, Tumore des zentralen Nervensystems und Weichteilsarkome. Das bessere Verständnis der Erkrankung wird ermöglicht durch eine verbesserte Diagnostik und die Anwendung einer passgenauen, effektiven Therapie.
Eine wichtige Verbindung zwischen der Behandlung Krebserkrankter und der Erforschung der Tumorerkrankungen sind forschende Ärztinnen und Ärzte – die sogenannten Clinician Scientists. Sie erleben im Klinikalltag die Versorgung der Betroffenen von der Diagnose bis zur Therapieauswahl und -anwendung und suchen gleichzeitig in der Forschung nach Möglichkeiten, die Diagnosen und Behandlungen zu verbessern. Durch ihre Tätigkeit in beiden Bereichen – Klinikalltag und Forschung – können Clinician Scientists relevante wissenschaftliche Fragen adressieren und mit neuen Ideen Antworten suchen. Wichtige Ergebnisse aus der Forschung erreichen auf diesem Wege die Patientinnen und Patienten.
Um den forschenden Ärztinnen und Ärzten ein Engagement gleichermaßen in der Klinik und in der Forschung zu ermöglichen, sind Freistellungen von klinischen Tätigkeiten notwendig, damit ausreichend Zeit besteht, sich intensiv der Wissenschaft zu widmen. Das „Frankfurter Stufenmodell“ bietet den forschenden Ärztinnen und Ärzten einen Weg, beide Tätigkeiten miteinander zu verbinden.
Eine frühe Diagnose und Identifikation betroffener Kinder ist in diesem Kontext für die Therapie und das Überleben der Patientinnen und Patienten von hoher Wichtigkeit.

